Golfverband
Rheinland-Pfalz / Saarland e.V.

Fortbildungsseminar der Spielleiter und Platzrichter Golfregion 4

Starker Westwind empfing die Teilnehmer auf der kleinen Anhöhe des Golfclubs, wo dann im gemütlichen hinteren Clubraum Spielleiter-Beauftragter der Golf-Region 4 Hessen/Rheinland-Pfalz/ Saarland, Theo Scheld, pünktlich um 9.30 Uhr das große Auditorium begrüßte. Nur wenige Spl / Pr mussten ihr Fehlen entschuldigen. Die Erläuterungen zum Programm-Ablauf des voluminösen Fortbildungsseminars folgten auf dem Fuße. Mit Beamer und Leinwand unterstützt, war eine sehr gute Übersichtlichkeit gegeben.

Der Ablauf der Turniersaison umfasste den Zeitraum von Mai bis 7. Oktober 2007. Aktuell kann Theo Scheld auf einen Bestand von 36 Spielleitern mit Abschlussprüfung zurückgreifen, wobei noch 2 Anwärter in 2008 zur Nachprüfung anstehen. Nur eine kleine Zahl von Spielleitern oder Platzrichtern wird aus Altersgründen oder beruflicher Überlastung ausscheiden, sodass im Moment nicht an die Durchführung eines neuen Ausbildungsganges gedacht wird. Die 100 Einsätze in 2007 wurden von 54 Spielleitern und 46 Platzrichtern durchgeführt. Einige waren mehrmals im Einsatz, während bei den nicht zur Verfügung stehenden, Nachholbedarf vom Beauftragten angemahnt wird.

Die Vorbereitung der Einsätze hat sich bei allen Aktiven wesentlich verbessert. Spielleiter und möglicherweise auch die Platzrichter, sollten gemeinsam an der Vorbesprechung auf dem Platz des Wettspieles teilnehmen.

Verbesserungswürdig ist das Ausfüllen der Checkliste, die auch als Dokument zu sehen ist. Eine neue Version des Beschreibung wurde erstellt und mit zustimmendem Applaus begrüßt. Die Einstellung erfolgt demnächst in die Homepage der Golf-Region 4.

Laut Wettspielbedingungen und Ligastatut ist nur für 6 bzw. 8 Mannschaftsspieler eine greenfee-freie Einspielrunde vorgesehen. Alle Begleitpersonen spielen kostenpflichtig.

Umsatzsteuer-Pflicht bei Dienstleistungen


Über die steuerrechtliche Behandlung der Einsatz-Entschädigungen referierte Patricia Albert. Das Steuerrecht definiert alle Dienstleistungen, die natürlich auch der Umsatzsteuerpflicht unterliegen. Übersteigt die private unternehmerische Tätigkeit insgesamt, hier auch das Entgeld des Spielleiters, den Betrag von 17.500,- Euro im Jahr, so sind diese Einkünfte umsatzsteuerpflichtig. Grundsätzlich sind dann alle Beträge beim zuständigen Finanzamt anzugeben.

Nach der Mittagspause übernahm der im DGV für Golfregularien zuständige Dietrich von Garn die Funktion, und erläuterte die Änderungen in den Golfregeln 2008 – 2011. In Regel 4-2 ist auf die Benutzung eines Schlägers mit veränderten Spieleigenschaften hingewiesen. Hierfür sind nun 2 Strafschläge erwirkt. Erst wenn ein Spieler einen Schlag mit unzulässigem Schläger macht, fällt als Strafe die Disqualifikation an. Regel 12-2 beschreibt die Ball-Indentifizierung, die nicht mehr einschränkt, an welchen Stellen des Platzes der Ball identifiziert werden darf. Also auch im Hindernis, wo es bisher verboten war. Regel 14-3 behandelt künstliche Hilfsmittel und enthält die Anmerkung, dass eine Platzregel die Anwendung gestatten kann. In Regel 15-3 ist immer der Spieler für das Spielen seines Balles verantwortlich. Regel 16-1e gibt Hinweise darauf, welche Möglichkeiten gegeben sind, wenn ein Mitbewerber unbeabsichtigt die Puttlinie betritt, oder quer hierzu steht. Regel 19-2 beschreibt das Strafmaß, wenn der Ball eines Spielers seine Ausrüstung, den Caddie oder den Spieler selbst trifft. Nun ist nur noch ein Strafschlag fällig. In den aufgeführten Regeln 24-2, 25-1c, 26-1 und 27-1 wurde der bisherige Begriff "berechtigte Anzeichen" durch "bekannt oder so gut wie sicher" ersetzt. Im Anhang II, Ziffer 4.c ist der Trampolineffekt des Schlägerkopfes behandelt. Nach der "List of Conforming Driver Head" müssen nun die darin aufgeführten Schläger gespielt werden, es sei denn, er wäre vor 1999 gebaut worden. So darf ab sofort kein Schläger gespielt werden, der auf der "List of Non-Conforming Drivers" enthalten ist. Die Listen finden sich auf der Homepage des R & A www.randa.org in den Bereichen Rules > Equipment. Eine Spielleitung ist nicht berechtigt, diese Regel zu ignorieren.

Zum Thema CSA / Anpassungen 2008 wurde erläutert, dass diese die Tagesbedingungen ausgleicht, die beim Course-Rating als durchschnittlich bewertet wurden. Weiter berücksichtigt es auch die unterschiedlichen Spielstärken im Teilnehmerfeld. Seit dem Jahr 2000 sieht das EGA-HCP-System CSA vor. Der DGV folgte im Jahr 2007. Einige Effekte die nicht voraus zu sehen waren, sollen nun durch Anpassungen umgesetzt werden. Die erfolgten Änderungen ergeben aktuell : Für die Anwendung von CSA sind nun 15 Spieler im Startfeld erforderlich. Kein CSA in 9-Löcher-Wettspielen. CSA-relevante Stableford-Punkte : 34 bei mehr als als 60 % Spielern in den Klassen 1 +2, 35 bei allen anderen Verteilungen.

Der Leiter Wettspiel-Organisation im DGV, Sven Hahnl, referierte über das neue Mannschafts-Auswertungs-Programm im Golf Verband. Nach der Erfassung der Einzel-Wettbewerbe hat sich der DGV nun entschlossen, auch die Mannschafts-Wettbewerbe durch das Intranet zu begleiten. Schon die Erfassung der Team-Aufstellungen wird in dieses System unter "Zusatzauswertung" integriert und stellt gleichzeitig die Startlisten auf. Nach Abschluss des Wettspieles wird die Ergebnisliste ebenfalls über die Hotline eingestellt und kann dann im Intranet unter "Turnierverwaltung" oben in der Maske abgerufen werden. Benutzername und Passwort sind hierzu erforderlich. Theo Scheld wird nach Erscheinen der DGV-Vorlage diese zum Übungsvorgang an die Spielleiter weiter geben.

Diskussionen und Aussprache zum Seminar-Abschluss


Unter dem Programm-Komplex "Organisatorisches" wurden besondere Vorfälle in der vergangenen Saison behandelt. Ein Protest wegen der Disqualifikation einer Jugend-Mannschaft, resultierte aus einer Start-Vorverlegung wegen drohender besonderer Wetterverhältnisse. Das wurde bei der abendlichen Kapitäns-Besprechung mit den erschienenen Teamleitern festgelegt. Der betreffende Jugend-Kapitän hatte die Änderung nicht in Erfahrung bringen können. Dem Einspruch konnte nicht stattgegeben werden, da jedes Team für sein rechtzeitiges Eintreffen sebst verantwortlich ist. Zukünftig wird ein Startraster für die Mannschaften erstellt, welches dann zeitlich nicht mehr nach vorne verschoben wird.

Die von allen Spielleitern eingereichten Wettspielberichte sind ausgewertet und lagen als Ausdruck vor. Leider mussten Verwarnungen ausgesprochen und einige Spieler disqualifiziert werden. Eine Neuaufstellung der Wettspielberichte 2008 wird zum Downloading auf die Webseite der Golf-Region 4 gestellt. Die Geschäftsstelle der Region 4 wird für die nächsten vier Jahre in den Hessischen Golfverband verlegt und von Marc vom Hagen geleitet.

Für das Eröffnungs-Turnier 2008 der Spielleiter und Platzrichter wird noch ein gastfreundlicher Club in der Region gesucht, der die etwa 35 Spielwilligen greenfee-frei aufnimmt.

Der nächstjährige Termin des Fortbildungsseminar findet am 3. Wochenende im Januar 2009 an noch zu benennendem Ort statt.

Mit den besten Wünschen für eine erfolgreiche Spielsaison 2008 verabschiedete Theo Scheld die sehr kommunikationsfreudigen Teilnehmer nach 71/2 Stunden in bestem Einvernehmen.

von Eddy Menzler

Seminarleiter Theo Scheld gibt mittels Leinwand die Erläuterungen zu den Themen.
Das Clubhaus des GC Domtal-Mommenheim mit Teich am 9. Grün.
Steuerfachfrau Patricia Albert und Theo Scheld.
Dietrich von Garn referiert über Änderungen in den Golfregeln.
Vom DGV wurde das Mannschafts-Auswertungs-Programm neu aufgenommen und von Sven Hahnl erläutert.
Letzter Eindruck vom Golfplatz Domtal.
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